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MPEG Stream

In den Ordnern MPEGAV und MPEG2 werden Dateien angezeigt. Diese Dateien beinhalten lediglich die RIFF-Header, welche die Pointer zu den eigentlichen MPEG-Streams enthalten. Dies kann man sehr gut im Isobuster sehen:

Es sind zwei Tracks auf dieser SVCD enthalten. Die im Ordner MPEG2 "liegende" Datei AVSEQ01.MPG beginnt bei LBA 780.

Wie man hier sieht, beginnt bei LBA 780 der zweite Track.

Den Sektor bei LBA 780 kann man sich nur im RAW-Mode ansehen. Das Sektorformat enspricht dem der CD-ROM/XA Mode-2, Form 2 aus dem Yellow Book. Danach ist ein Sektor 3234 Byte groß und wie folgt aufgebaut:

12 ByteSYNC, das Synchronisationsmuster = 00 FF FF FF FF FF FF FF FF FF FF 00
4 ByteHeader, auch ID genannt, entspricht der Position auf der CD - Minuten, Sekunden, Sektor, Mode
8 ByteSubheader
2324 ByteNutzdaten
4 ByteEDC oder Spare?
882 ByteECC (Reed Solomom Subchannel)

Das heißt, die Nutzdaten beginnen hier mit dem markierten Bytes 00 00 01 BA. Dies ist der PACK_START_CODE des MPEGs.

Kopiert man nun das Video direkt von (S)VCD auf die Festplatte, wird der RIFF-Header aus dem Datentrack sowie alle Daten der Sektoren bis auf die ECC kopiert. Deshalb ist diese Datei größer als der extrahierte Track.

Um das kopierte MPEG mit RIFF-Header in ein "richtiges" MPEG zu konvertieren, kursieren verschiedene Tools mit den Namen cdda2mpeg bzw cdxa2mpeg im Internet. Unter anderem ist eines im VCDImager-Paket enthalten, welches auch VCD Easy beiliegt. Diese Tools kopieren die Datei, wobei die überflüssigen Daten ausgelassen werden.

Testprogramm

Mit dem Testprogramm (S)VCD2MPEG kann man die MPEG-Datei direkt von der (S)VCD kopieren. Dabei werden die nicht benötigten Daten übersprungen.

(S)VCD2MPEG (168 kb) - MD5 (1 kb)