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Aufbau

Video (Programmstream)

MPEG-1/2 Videos werden als Programmstreams, bei MPEG-1 auch Systemstreams genannt, gespeichert. Diese Streams bestehen aus einzelnen Paketen, welche unter anderem Video- und Audiodaten enthalten.

Im Player werden die Pakete demultiplext und die Daten an die entsprechenden Ausgabegeräte weitergegeben. Das Demultiplexen, auch kurz als Demuxen bezeichnet, kann man als Öffnen der Pakete und sortieren der Inhalte verstehen.

Video (Elementarstream)

Ein elementarer Videostream besteht aus Sequenzen. Dies kann man sich als Filmstreifen vorstellen, welche aus den Einzelbildern bestehen. Diese Einzelbilder sind in Gruppen, den Groups of Picture (GOPs), zusammengefasst. Auch wenn es Group of Picture heißt, spricht man auch oft von Frames. Diese gibt es in den drei Typen I, P und B.

I-Frames sind Vollbilder. P-Frames sind Teilbilder, welche sich auf das jeweils davorliegende I- bzw P-Frame beziehen. B-Frames wiederum sind Teilbilder, welche sich auf das davor- und dahinterliegende I- bzw P-Frame beziehen. Die GOP im Beispiel ist (in sich) geschlossen.
D-Frames sind für Vorschaubilder oder ähnliches gedacht und treten in der Praxis so gut wie gar nicht auf.

Die Bilder bestehen aus Slices, welche Ketten aus Makroblöcken darstellen. Während in den I-Frames alle Slices enthalten sind, enthalten P- und B-Frames nur die Slices mit den veränderten Bilddaten. Ein Macroblock ist 16x16 Pixel groß, daraus ergeben sich bei einer Bildgröße von 720*576 Pixeln 396 Macroblöcke.

Jeder Makroblock besteht aus Blöcken. Deren Anzahl ist vom verwendeten Farbraum abhängig. In der Regel wird 4:2:0 verwendet: Dies bedeutet vier Blöcke für die Luminance (Helligkeit) und zwei für die Chrominance (Farbtöne Rot und Blau).
Anmerkung: Das Bild natürlich fehlerhaft, weil ein Block nur 8x8 Pixel groß ist.